Stimmen aus Jerusalem

„Die Israelis können so viele Gesetze verabschieden, wie sie wollen. Ich werde hier bleiben. Ich fühle mich hier zuhause, ich gehöre hierher. Selbst, wenn mir die Jerusalem-ID abgenommen wird, ändert das nichts an meinen Gefühlen.“

Ahmad Muna Buchverkäufer aus Ostjerusalem

“Ich erinnere mich, wie ich nach einem Bombenattentat Fotos gemacht habe und nicht zwischen explodierten Wassermelonen und menschlichen Körperteilen unterscheiden konnte.“

Debbie Hill Fotografin und Anwohnerin des Mahane-Yehuda-Markts in Jerusalem

“Ich bin mehrmals als Frau verhaftet worden: Einmal, weil ich einen Gebetsschal trug, zwei weitere Male, weil ich laut gebetet und an Hannukah eine Menorah-Kerze angezündet habe – und dann haben sie mich festgenommen, weil ich ein Mädchen ‚verführt‘ habe aus der Torah zu lesen.”

Anat Hoffmann Mitbegründerin Frauenrechtsorganisation "Women of the Wall"

“Wenn wir hier dann Synagogen gebaut haben und die Juden sich daran gewöhnt haben hier zu beten, dann werden wir einen neuen Tempel errichten.“

Yacoov Hayman Vorsitzender Mount Heritage Foundation

„Die Religion ist hier wie ein Gast, den du für ein paar Nächte aufgenommen hast und der dann nach drei Jahren immer noch bei dir wohnt – den kannst du dann nicht einfach wegschicken. Dieser Gast ist Teil deiner Familie geworden. Die Religion ist ein Teil dieses Landes geworden.“

Schenja Leschenko Barbetreiber in Jerusalem

„Oft, wenn jüdisch-orthodoxe Patienten uns hier sehen, ich mit meiner Kippa, und sie mit Kopftuch, dann sieht man, wie überrascht sie sind. Aber für uns hier ist das ganz normal.“

David Zangen Kinderarzt im Hadassah Krankenhaus

„In der Tram sind Juden und Muslime einander ausgesetzt. Sie treffen sich als Menschen. Und sehen die guten und die schlechten Seiten des jeweils anderen“

Moshe Edelstein Jüdischer Fahrgast in der Jerusalemer Tram

“Soll ich wirklich gleich sagen, dass ich Deutscher bin? Wegen der Vergangenheit, wegen der Geschichte. Aber der häufigste Satz, den ich immer wieder höre, ist: ‘You are welcome!’”

Pfarrer Sebastian Wieder Evangelische Gemeinde Deutscher Sprache in Jerusalem

Der 12. Jahrgang der EJS Berlin

„Ich lebe in Jerusalem.“ Hören Sie hier die Stimmen-Collage aus der Heiligen Stadt

Das ist die EJS Berlin

Die Evangelische Journalistenschule (EJS) in Berlin ist eine leistungsstarke Medien-Ausbildungsstätte. Das belegt die Bilanz ihrer Absolvent*innen. Sie arbeiten bei angesehenen Zeitungen, Zeitschriften, Online-Redaktionen, Rundfunkanstalten und TV-Sendern. Viele von ihnen wurden mit Journalistenpreisen ausgezeichnet. Für die Qualität der Ausbildung spricht das vorliegende Magazin der Volontär*innen des 12. Jahrgangs.

1995 in Berlin gegründet, steht die EJS in der Tradition der Christlichen Presseakademie, der ältesten unabhängigen journalistischen Ausbildungsstätte in Deutschland. Die Journalistenschule ist ein Geschäftsbereich des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP), des zentralen Medienunternehmens der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), ihrer Gliedkirchen und Werke.

Die evangelische Kirche engagiert sich für eine fundierte Ausbildung von jungen Journalist*innen, um ihrer gesellschaftspolitischen Verantwortung in den Medien gerecht zu werden. Ein unabhängiger, couragierter, nachdenklicher und werteorientierter Journalismus ist nach Überzeugung der evangelischen Kirche unverzichtbar für Orientierung, Meinungsbildung und Verständigung in einer demokratischen Gesellschaft. Neben der professionellen Vermittlung des journalistischen Handwerks legt die EJS Wert auf die gründliche Reflexion ethischer Standards.

 

Die Ausbildung

Maximal 16 Volontär*innen durchlaufen in Berlin eine konsequent praxisorientierte und multimediale 22-monatige Ausbildung in Print-, Online-, Radio- und TV-Journalismus. Dazu gehören mehrmonatige Praxisstationen in allen Medien.

Im Herzens Berlins stehen moderne Schulungsräume zur Verfügung. Die EJS hat ein eigenes Hörfunk- und TV-Studio, Recherche-Arbeitsplätze und eine Bibliothek.

Außergewöhnlich ist die persönliche Betreuung der Volontär*innen durch Mentor*innen. Dabei handelt es sich um engagierte und angesehene Journalist*innen. Unseren EJS-Volontär*innen steht für die Dauer der Ausbildung je ein*e Mentor*in zur Seite. So entstehen Beziehungen, die oft weit über das Ende der Ausbildung hinaus andauern.

Die Ausbildung an der EJS entspricht einem klassischen Volontariat und ist kostenfrei. Die Ausschreibungsbedingungen für unseren 13. Jahrgang finden Sie ab Juni auf unserer Internetseite.

„Was ist heilig im Heiligen Land?“ Hören Sie hier das Hörfunk-Projekt des 11. Jahrgangs der EJS Berlin aus dem Jahr 2016